2000
Am 20. Januar wird Berthold Simon als Wehrleiter der Stadt und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth sowie Klaus Bernd Geißler als stellvertretender Wehrführer offiziell verabschiedet. Stefan Kuhn wird zum neuen Wehrleiter der Stadt Wörth und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth und Daniel Fuhrmann zum stellvertretenden Wehrführer bestellt.
2001
Als Ersatzbeschaffung werden ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) und ein Löschfahrzeug (LF 16/12) an die Wehr übergeben. Das ausgediente LF 16 wird zusammen mit dem TLF 16/25 aus Schaidt von einer Abordnung an die Partnerstadt Drezdenko überführt.
An der Grenze bei Lauterbourg und Scheibenhardt errichtet die Wehr zusammen mit anderen Wehren aus dem Kreis und dem THW eine Dekontaminationsstation wegen der Maul- und Klauenseuche.
2002
Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens, ELW 1.
Vom 14. bis 19. August sind 15 Kameraden aus Wörth beim Hochwassereinsatz in Dresden.
Am 29./30. August findet ein „Tag der offenen Tür“ anlässlich des 25 Jahre alten Feuerwehrhauses statt.
2003
Im September führen die Einheiten der Feuerwehr der Stadt Wörth zusammen mit der Feuerwehr Jockgrim eine Großübung bei der Papierfabrik Palm durch. Insgesamt sind an der Übung 62 Einsatzkräfte und 12 Fahrzeuge beteiligt.
2004
Vom 12. bis 13. November nimmt die Wehr an einer großangelegten Hochwasserübung im Landkreis Germersheim teil. Während der 27-stündigen Übung wird im Feuerwehrhaus Wörth der Stab eingerichtet. An verschiedenen Rheinabschnitten werden unterschiedliche Hochwasserlagen angenommen und entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Zum Abschluss der Übung findet im Hafen Maximiliansau eine Vorführung der Bundeswehr zusammen mit dem Bundesgrenzschutz, den Feuerwehren, dem DLRG, dem DRK und dem THW statt.
2005
In der Jahreshauptversammlung wird der Antrag auf eine Satzungsänderung gestellt. Hauptpunkt des Antrags ist § 10 „Wahl des Verwaltungsrates“. Bei der anschließenden Abstimmung wird mehrheitlich einer Satzungsänderung zugestimmt. Nach neuer Satzung sind nun die Zugführer keine geborenen Mitglieder des Verwaltungsrates mehr. Dafür sind nun sechs statt wie bisher vier Beisitzer zu wählen.
In den örtlichen Turnieren ist die Wehr besonders erfolgreich. So belegt sie beim Stadtschießen wie in den Jahren zuvor den 1. Platz. Beim Sängerwett-streit des Gesangvereins Liederkranz erringt sie unter der Leitung von Matthias Wöschler ebenfalls den 1. Platz. Beim Fußballturnier wird der 2. Platz, beim Hallenfußballturnier und der Radtouristik der 3. Platz belegt.
2006
Im Jubiläumsjahr wird ein neues Wechselladerfahrzeug mit Kran (WLF-K) in Dienst gestellt. Mit der Beschaffung des zweiten Wechselladerfahrzeuges werden in den nächsten zwei Jahren weitere Fahrzeuge auf Basis von Abrollbehältern ersetzt.
Am 11./12. Mai sind innerhalb von 24 Stunden sieben Einsätze zu verzeichnen.
Von Januar bis Ende Mai ist die Wehr 82 Mal im Einsatz.
2007
Mit der Anschaffung vier neuer Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) wurde die Fahrzeugflotte im Stadtgebiet modernisiert. Das bisherige MTF erhielt die neue Bezeichnung MTF-L. Durch die entnommenen Sitze war nun eine größere Ladefläche vorhanden, wodurch bei diesem Fahrzeug von nun an der Fokus stärker auf dem Material transport lag.
2008
Michael Simon übernahm das Amt des Jugendwarts. Ein Highlight war die Indienststellung des neuen HLF 20/16. Zudem wurde ein Einsatzplan für Tierseuchen entwickelt – eine Reaktion auf die Vogelgrippe. Die Jahreshauptübung fand in der Südpfalzwerkstatt Wörth statt.
2009
Das TLF 24/50 wurde außer Dienst gestellt und durch den Abrollbehälter Tank 20/75-5 ersetzt – ein bedeutender Schritt in Richtung moderner Löschtechnik.
2010
Im Januar wurde eine Eisrettungsübung im Schwimmbad durchgeführt. Torsten Benneter übernahm die Geschäftsführung. Die Übergabe des GW-Mess markierte einen weiteren Meilenstein in der technischen Ausstattung.
2011
Daniel Fuhrmann wurde zum Wehrführer ernannt, Werner Wöschler übernahm die Funktion des stellvertretenden Wehrführers.
2012
Mit 196 Einsätzen wurde ein neuer Rekord aufgestellt – ein intensives Jahr für die Feuerwehr Wörth.
2013
Große Einsätze prägten das Jahr: ein Reifenbrand in Lingenfeld und Hochwasser mit einem Pegel von 868 cm – dem zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Die neue Drehleiter wurde am 1. Oktober in Dienst gestellt. Die Absturzsicherungsgruppe wurde gegründet. Außerdem ging die neue Internetseite in Entwicklung, mit geplantem Start zur Jahreshauptversammlung Ende Januar.
2014
2014 war für die Feuerwehr Wörth ein Jahr des Fortschritts. Bei der Jahreshauptversammlung wurden die neue Internetseite und die offizielle Facebook-Präsenz vorgestellt – ein wichtiger Schritt hin zu moderner Öffentlichkeitsarbeit und schnellerer Information der Bevölkerung.
Nach über 30 Jahren Dienstzeit wurde das TLF 16/25 außer Dienst gestellt und in die argentinische Provinz La Pampa überführt, wo es weiterhin eingesetzt wird. Gleichzeitig ging das neue HLF 10/10 in Betrieb. Mit zwei modernen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen rückte der Fokus in Übungen verstärkt auf taktisches Zusammenspiel und abgestimmte Einsatzabläufe.
Auch in der Ausbildung tat sich viel: Ein neues FEZ-Ausbildungskonzept wurde eingeführt, ebenso ein überarbeitetes Übungskonzept für die Einsatzleitung der Gemeinde. Die Absturzsicherungsgruppe trainierte an einem Gerüst der Wohnbau Wörth unter realistischen Bedingungen. Die Jugendfeuerwehr zeigte erneut ihre Stärke – sechs ehemalige Mitglieder bestanden den Truppmann-Lehrgang. Zudem wurden im Rahmen eines CSA-Lehrgangs zwölf neue Träger für Chemikalienschutzanzüge ausgebildet.
Einsatztechnisch war das Jahr anspruchsvoll: Am 4. Mai brannte eine Lagerhalle in Maximiliansau, im August kam es zu drei Verkehrsunfällen innerhalb einer Woche, und im November war die Feuerwehr über drei Tage hinweg bei einer Bombenentschärfung gefordert.
Fachlich entwickelte sich die Wehr ebenfalls weiter: Die Teilnahme am ersten Schaumseminar im Landkreis, ein großes TH‑VU‑Seminar sowie die zunehmende Auseinandersetzung mit alternativen Antriebssystemen zeigten, wie breit die Feuerwehr aufgestellt ist und wie aktiv sie auf neue Herausforderungen reagiert.
2015
2015 brachte wichtige personelle Veränderungen und zugleich viele kameradschaftliche Höhepunkte. Werner Wöschler wurde zum neuen Wehrführer gewählt, Sebastian Schröder übernahm das Amt des stellvertretenden Wehrführers. Zudem wurde Berthold Simon als Kreisfeuerwehrinspekteur verabschiedet – ein Moment, der die enge Zusammenarbeit im Landkreis widerspiegelte.
Ein besonderes Ereignis war das 50‑jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr, das mit einem zweitägigen Fest groß gefeiert wurde. Ehemalige, Aktive, Familien und zahlreiche Gäste würdigten die lange Tradition und erfolgreiche Nachwuchsarbeit der JFW.
Auch ausbildungstechnisch war das Jahr geprägt von intensiver Zusammenarbeit: Mehrere Fahrzeuge nahmen an einer großen Gemeinschaftsübung in Jockgrim teil, und in Maximiliansau fand eine umfangreiche Schaumübung statt, die wertvolle Erkenntnisse für den Einsatzfall brachte. Zusätzlich beteiligte sich die Feuerwehr am ersten Gefahrstofftag in Kaiserslautern, um ihr Wissen im Bereich Gefahrstoffe weiter zu vertiefen.
Im November wurde Wörth erneut Schauplatz einer Bombenentschärfung, die die Einsatzkräfte über viele Stunden forderte und eine präzise Abstimmung aller Beteiligten verlangte.
2016
2016 war für die Feuerwehr Wörth ein Jahr des Umbruchs und der hohen Einsatzbelastung. Mit dem letzten Feuerwehrfest in der alten Fahrzeughalle endete eine Ära, denn kurz darauf begannen die umfangreichen Umbauarbeiten zur neuen Halle. Während der Bauphase mussten Fahrzeuge und Abrollbehälter teilweise ausgelagert werden, darunter der AB‑Umweltschutz, der vorübergehend in Maximiliansau stationiert wurde.
Ausbildung und Zusammenarbeit standen stark im Fokus: Die gemeinsame Jahresübung aller Einheiten in Büchelberg lockte viele Zuschauer an und umfasste zwei realistische Szenarien – einen Innenangriff mit Menschenrettung in der Grundschule sowie einen Verkehrsunfall auf dem Platz vor der Kirche. Zudem wurde der erste Multiplikator für die Absturzsicherung im Stadtgebiet ausgebildet, was die Fachkompetenz der Einheit weiter stärkte.
Auch auf dem Wasser wurde geübt: Im April fand im Landeshafen eine Schiffsbrandbekämpfungsübung mit dem Mehrzweckboot statt. Parallel dazu beschäftigten mehrere größere Einsatzlagen die Wehr, darunter ein Großbrand bei einem Holzfachhandel in Landau sowie ein Gefahrstoffeinsatz im Hafen Germersheim aufgrund eines vermuteten Gasaustritts.
Insgesamt rückte die Feuerwehr 180 mal aus – ein deutliches Zeichen für die hohe Einsatzdichte und das breite Spektrum an Aufgaben, das von Bränden über technische Hilfeleistungen bis hin zu Gefahrstofflagen reichte.
2017
2017 war geprägt von der laufenden Modernisierung des Gerätehauses und einem vielseitigen Einsatzjahr. Eine Eisrettungsübung eröffnete das Jahr, und bei der Jahreshauptversammlung besuchte Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche die Feuerwehr und führte Beförderungen sowie Ehrungen durch.
Das Feuerwehrfest musste aufgrund von Wetter und Umbauarbeiten in die Bienwaldhalle verlegt werden. Parallel dazu liefen die Bauarbeiten am Gerätehaus auf Hochtouren. Ausbildungsseitig fanden mehrere große Übungen statt, darunter eine Gefahrstoffübung mit den Feuerwehren der VG Hagenbach sowie eine stadtweite Übung in Wörth mit Menschenrettung, Brandbekämpfung und dem Kühlen einer Acetylenflasche.
Am 31. Juli rückte die Feuerwehr gleich viermal an einem Tag aus – ein Beispiel für das breite Einsatzspektrum. Insgesamt wurden 177 Einsätze bewältigt.
Während der Umbauphase wurden Fahrzeuge zeitweise ausgelagert, etwa der GW‑Mess nach Maximiliansau. Im November zogen die Fahrzeuge schließlich in die neue Fahrzeughalle ein und markierten damit einen wichtigen Meilenstein des Jahres.
2018
2018 begann mit zwei Rheinhochwassern, die dank guter Vorbereitung problemlos bewältigt wurden. Bei der Jahreshauptversammlung führte Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche erneut Beförderungen und Ehrungen durch; zudem wurden vier neue Gruppenführer vorgestellt. Ein Vortrag der Organisation FeuerKrebs sensibilisierte die Einsatzkräfte für Gesundheitsrisiken im Einsatzdienst.
Erstmals fand das Feuerwehrfest in der neuen Fahrzeughalle statt und wurde bei gutem Wetter sehr gut besucht. In der Festhalle wurde Wehrleiter Stefan Kuhn verabschiedet; Jürgen Stephany und Rainer Böser übernahmen die Wehrleitung.
Die monatliche Sonderausbildung im Bereich Gefahrstoffe zeigte Wirkung: Sowohl Übungen als auch reale Einsätze – etwa ein Gefahrstoffereignis in Berg – liefen reibungslos und bestätigten die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Berg. Auch im Bereich Hochwasserschutz wurde intensiv geübt, gemeinsam mit der SGD Süd und weiteren Fachstellen.
Der heiße Sommer brachte niedrige Pegelstände und hohe Waldbrandgefahr mit sich. Die Feuerwehr reagierte mit gezielten Übungen, unter anderem zu Vegetationsbränden. Beim Jubiläum des JFW‑Zeltlagers Altlußheim (50 Jahre) überreichte unser ehemaliger Jugendfeuerwehrwart Ronny Pfrengle ein Geschenk im Namen der Feuerwehr.
Weitere Schwerpunkte waren Übungen der Absturzsicherung, Seminare zur lernzielorientierten Ausbildung sowie ein umfangreiches Techniche-Hilfe‑Training. Im November kehrte der Abrollbehälter Umweltschutz nach über einem Jahr Umbau zurück. Einsatztechnisch prägten ein schwerer Verkehrsunfall auf der B9 sowie der nächtliche Brand einer Bootshalle im Hafengebiet Maximiliansau das Jahr.
2019
2019 brachte einen wichtigen personellen Wechsel: Steffen Reidt wurde zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt, nachdem Sebastian Schröder das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Die Jahreshauptversammlung bot darüber hinaus einen umfassenden Rückblick auf das Einsatz- und Ausbildungsjahr und zeigte die stabile Leistungsfähigkeit der Wehr.
Ausbildung und Zusammenarbeit spielten weiterhin eine große Rolle. Die Feuerwehr beteiligte sich an mehreren Übungen im Stadtgebiet und in der Region, darunter technische Hilfeleistungen und Gefahrstoffszenarien. Auch die Teilnahme an Fortbildungen und Seminaren wurde konsequent fortgeführt, um die Einsatzkräfte auf neue Herausforderungen vorzubereiten.
Einsatztechnisch war das Jahr geprägt von einer Mischung aus Bränden, Verkehrsunfällen und technischen Hilfeleistungen. Einige Einsätze stachen durch ihre Komplexität oder ihren Umfang hervor und zeigten erneut die gute Zusammenarbeit der Einheiten im Stadtgebiet und darüber hinaus.
aus: Festschrift – 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Wörth am Rhein (2006)
von Thomas Graf, Tobias Pfrengle et al.