Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt: Waldbrand-Ausbildung – Führungskräfte der Feuerwehren trainieren im Bienwald

In diesen Tagen fand im Bereich von Wörth am Rhein sowie im Bienwald eine

landkreisübergreifende Ausbildungsveranstaltung zum Thema Waldbrandbekämpfung statt. Der

Schwerpunkt lag dabei gezielt auf der Erkundung von Waldbränden – einer entscheidenden Phase,

um fundierte Einsatzentscheidungen treffen und die weiteren Maßnahmen effektiv planen zu

können.

Das Ausbildungsangebot richtete sich insbesondere an Führungskräfte der Feuerwehren.

Teilgenommen haben Feuerwehrangehörige aus den Landkreisen Germersheim, Südliche

Weinstraße sowie Südwestpfalz. Ergänzt wurde der Teilnehmerkreis durch Gäste aus der Stadt

Landau in der Pfalz und den örtlich zuständigen Forstämtern. Besonders hervorgehoben wurde die

enge und erfolgreiche Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg, die bei solchen Einsatzlagen

von großer Bedeutung ist. Eine besondere Qualität erhielt die Veranstaltung durch die Einbindung

französischer Ausbilder. Diese wurden von Partnern aus Frankreich gestellt und brachten ihre

umfassende Expertise im Bereich der Waldbrandbekämpfung sowie insbesondere in der taktischen

Erkundung ein. Die Kooperation ist Teil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der

PAMINA-Region, in deren Rahmen seit Jahren ein intensiver Austausch sowie gegenseitige

Schulungen stattfinden.

Die Veranstaltung wurde bereits zum dritten Mal in diesem Format durchgeführt. Organisiert wurde

sie durch die Wehrleitungen der Stadt Wörth am Rhein, der Verbandsgemeinden Bad Bergzabern

und Dahn sowie durch den stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des

Landkreises Germersheim, Christian Betzel.

Der Ausbildungstag begann mit einer theoretischen Einweisung am Vormittag. Am Nachmittag

folgte eine umfangreiche praktische Übung im Bienwald, bei der die zuvor vermittelten Inhalte

unmittelbar angewendet werden konnten. Dadurch wurde eine enge Verzahnung von Theorie und

Praxis sichergestellt. Das Feedback der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. Die Veranstaltung

wurde als äußerst effektiv und praxisnah bewertet. Auch politische Vertreter sowie der Brand- und

Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Germersheim, Christian Betzel, verschafften sich vor

Ort einen Eindruck.

Landrat Martin Brandl betonte die Bedeutung solcher Formate für den Bevölkerungsschutz:

„Vegetationsbrände stellen uns zunehmend vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es,

dass unsere Einsatzkräfte bestens vorbereitet sind und über Landkreis- und Ländergrenzen hinweg

eng zusammenarbeiten. Die Ausbildung im Bienwald zeigt eindrucksvoll, wie gut diese Kooperation

bereits funktioniert.“ Christian Betzel ergänzt: „Die taktische Erkundung ist ein zentraler Baustein bei

der Waldbrandbekämpfung. Nur wenn wir die Lage schnell und korrekt einschätzen, können wir die

richtigen Entscheidungen treffen. Der intensive Austausch mit den französischen Kollegen ist dabei

ein großer Gewinn für alle Beteiligten.“

Die Übung unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperation und kontinuierlicher

Weiterbildung, um den steigenden Anforderungen bei Vegetationsbränden professionell begegnen

zu können.